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Eschelbach ist ein Dorf im Süden des Rhein-Neckar-Kreises in Baden-Württemberg, das seit 1972 zu Sinsheim gehört.  

Funde aus der Frühgeschichte und der Zeit der Römer belegen eine alte Besiedelung von Eschelbach, das 1071 im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Ort kam 1232 als Lehen des Bistums Mainz an die Herren von Hirschhorn, die den Ort im 16. Jahrhundert reformierten und 1554 eine Dorfordnung erließen. Nach dem Tod des letzten Hirschhorners 1632 kam Eschelbach an Kurmainz. 1802 kam der Ort an Hessen, das Eschelbach mit anderen Orten per Staatsvertrag von 1803 im Zuge eines Gebietstausches mit Baden gegen Wimpfen eintauschte.

Eschelbach teilt im 17. und 18. Jahrhundert die Geschichte vieler Dörfer im Kraichgau, die vielfach unter den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges, der nachfolgenden Zeit der Franzoseneinfälle, unter Truppendurchzügen und Einquartierungen sowie unter hohen Kriegskostenbeteiligungen zu leiden hatten. Der östlich von Eschelbach Gelegene Ort Schlupferstatt wurde vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Vom Ort sind alle Spuren verschwunden, die Schlupferstatter Felder gingen später in den Besitz der Eschelbacher Bauern über.

In badischer Zeit im 19. Jahrhundert kehrte eine gewisse Ruhe ein. Eschelbach entwickelte sich zu einem Handwerker- und Bauerndorf, ab 1863 bis in 1960er Jahre spielte auch die Zigarrenindustrie eine bedeutende Rolle. Doch die vorherrschende Armut führte zu Ab- und Auswanderung bis es zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Wirtschaftsaufschwung kam. Zwischen 1840 und 1892 verließen 427 Einwohner Eschelbach. 1939 wurden 1329 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 1438.[1]
Luftbildaufnahme von Eschelbach über dem Hermannsberg

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Eschelbach zahlreiche Evakuierte und rund 400 Vertriebene einquartiert. In der Nachkriegszeit ging die Landwirtschaft von etwa 200 landwirtschaftlichen Betrieben auf einige wenige zurück. 

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